Mimik: Augen

von | Jun 3, 2020 | Persönlichkeit

Unsere Pupillen reagieren im Bruchteil einer Sekunde sowohl auf externe wie auch auf interne Stimuli, wie auf Lichtverhältnisse oder Gedanken, wobei unsere Pupillen nicht bewusst steuerbar sind. Da die Pupillen bei dunklen Augen schwer erkennbar sind, sowie sich die Reaktionen schnell verändern können achten die meisten Menschen nicht darauf.

Augen aufgerissen

Nach dem ersten Überraschungsmoment weiten sich unsere Pupillen, wenn uns etwas zusagt. Wenn wir erregt, überrascht oder plötzlich mit etwas konfrontiert sind, öffnen sich unsere Augen und die Pupillen vergrößern sich schnell, um viel Licht rein zu lassen.
Aufgerissene Augenbrauen sind oft mit hochstehenden Augenbrauen kombiniert, was ein Zeichen für positive Gefühle und großes Selbstvertrauen darstellt.

Augen zusammengekniffen

Wenn wir etwas als negativ bewerten, verengen sich die Pupillen plötzlich, wodurch wir uns auf das fokussieren worauf es ankommt um uns so ozu verteidigen oder rasch fliehen zu können. Manche Menschen senken dabei auch ihre Augenbrauen, wenn sie etwas irritiert oder als negativ empfinden. Wir kneifen unsere Augen aber auch dann zusammen, wenn wir den Blick auf die Schärfentiefe verbessern möchten.

Blickvermeidung

Die Vermeidung des Blickes hat sich entwickelt, um das Gehirn davor zu schützen negative oder unerwünschte Dinge zu sehen. Bei der Blickvermeidung ist von Besorgnis, Abneigung, Dissens oder einer potenziellen Gefahr auszugehen. Dabei können die Augen mit den Händen bedeckt werden, die Augen durch eine kurze Berührung der Finger geschlossen werden und so der Blick abgewendet werden, die Augen geschlossen werden bzw. die Augen mit einer kleinen Verzögerung wieder geöffnet werden oder der Blick ganz bewusst in eine völlig andere Richtung gelenkt werden. Presst jemand die Lider fest zusammen, deutet dies auf extrem schlechte Nachrichten hin.

Große Augen machen

Wenn die Augen geweitet sind, ist dies ein Zeichen für positive Gefühle wie Wohlgefühl und Zufriedenheit. Dabei heben sich auch die Augenbrauen wodurch sich die gesamte Augenpartie dehnt und die Augen größer erscheinen.

Blitzartiges Augen aufreißen

Dieser Ausdruck gilt als universeller Ausdruck für eine als angenehm empfundene Überraschung. Wenn jemand im Zuge einer Erzählung einen Aspekt hervorheben will oder besonders aufgeregt ist, sollte das Heben der Augenbrauen zu sehen sein, da es die aufrichtige Stimmung der Person widerspiegelt.

Blickverhalten

Wenn wir jemanden direkt ansehen mögen wir die Person, möchten sie kennenlernen, möchten Dominanz ausdrücken oder sogar bedrohen. Um den Blick also zu deuten, sind mimische Ausdrucksformen der Person hinzuzuziehen.

Wegsehen

Wir sehen weg, wenn wir einen Gedanken genauer fassen möchten, ohne durch unser Gegenüber abgelenkt zu sein, da es beim nachdenken hilft den Blick schweifen zu lassen. Weiters ist wegsehen weder Desinteresse, noch Abneigung oder Respektlosigkeit, sondern oft vielmehr ein Zeichen von Wohlbefinden, da das limbische Gehirn keine Bedrohung wahrnimmt.
Mächtigeren Personen steht es frei, den Blick jederzeit dorthin zu richten, wohin sie gerade möchten und es steht ihnen auch frei die Untergebenen sprichwörtlich zu übersehen und so Dominanz zu demonstrieren. Rangniedere Menschen sind mit dem Blick wesentlich eingeschränkter, senken den Blick in Anwesenheit eines Herrschers und müssen mit dem Blick gegenüber Ranghöheren permanent aufmerksam bleiben.

Augenblinzeln / Lidflattern

Bei Nervosität, Besorgnis, Verwirrtheit und Erregung erhöht sich unsere Blinzelfrequenz und stellt sich bei Beruhigung wieder ein. Das flattern der Augenlider kann durch Aufregung verursacht sein, oder es deutet auf Missstimmung oder einen inneren Konflikt hin.

Der schiefe Blick

Der Kopf ist geneigt bzw. gekippt und wird von einem kurzen Augenrollen begleitet. Dieser Blick ist fast immer im Kontext von Neugier oder Misstrauen bzw. infrage stellen des Wahrheitsgehaltes zu sehen und kann sich sehr kurz oder oft auf sarkastische Art & Weise über eine längere Zeitdauer ziehen.