Körpersprache: Hände & Finger

von | Jun 3, 2020 | Persönlichkeit

Der Mensch schenkt den Handgelenken, Handflächen, Fingern und Händen mehr Aufmerksamkeit als anderen Körperteilen, da sich Menschen damit auf bereits sehr subtile Weise ausdrücken können und uns mit den Händen gefährlich werden können.

Effektive Gesten mit Händen & Fingern erhöhen unsere Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft

Zeigen Sie Ihre Hände

Beim direkten Gespräch sollten ihre Hände immer sichtbar sein, da man dadurch als extrovertierter und umgänglicher wahrgenommen wird. Sind die Hände im Gespräch nicht sichtbar, wirkt man angespannt, verschlossen und hinterhältig.

Anstößige Gesten (vermeiden)

Grundsätzlich finden es Menschen unangenehm, wenn man mit dem Finger auf sie deutet. Eines der weiteren bekanntesten anstößigen Gesten ist wahrscheinlich der Stinkefinger oder gilt es auch als unhöflich einer anderen Person ins Gesicht zu schnippen.

An sich herumzupfen

Unter Liebespaaren oder bei Mutter-Kind ist es gebilligt bzw. eine bekannte Geste, dass gegenseitig aneinander herumgezupft wird. Sich mit dem eigenen Aussehen zu beschäftigen bzw. an sich selbst herumzuzupfen, ist nur akzeptabel, solange man nicht mit anderen redet, alles andere ist ein Zeichen von Respektlosigkeit.

Erscheinungsbild der Hände

Menschen die körperliche Arbeit verrichten, sehen häufig rau aus und haben Schwielen und Hornhaut. Hände können gepflegt oder ungepflegt sein, Fingernägel können manikürt oder abgekauft sein, wobei Nägelkauen ein Zeichen von Nervosität oder Unsicherheit ist.

Schweiß an den Händen

Grundsätzlich wird das Händeschütteln mit schweißigen Händen als unangenehm wahrgenommen, weshalb es widerum als positiv empfunden wird, wenn sie dies bei anderen Menschen erkennen und diese Person versuchen zu beruhigen.
Schweißnasse Hände sind gegen den Glauben vieler Menschen kein Zeichen dafür, dass jemand lügt, sie sind lediglich ein Zeichen dafür, dass die Person unter Stress steht, wobei 5% der Menschen generell eine höhere Schweißproduktion haben.

Nervöse Hände

Bei Nervosität kommt es zur Ausschüttung von Neurotransmittern und Hormonen wie Adrenalin und darauf folgt unkontrolliertes Händezittern, wobei unsere Hände auch zittern, wenn wir etwas sehen, hören oder denken, das als negativ empfunden wird.
In Momenten in denen wir Freude empfinden, können unsere Hände auch spontan anfangen zu zittern.
Wenn die Hände bzw. Finger einer Person ständig zittern aufgrund von einer Krankheit, Koffeinkonsum, Drogen usw. ist dies zwar eine relevante Information, allerdings Teil des normalen Verhaltensrepertoires.
Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass jedes Zittern, das abrupt beginnt oder endet oder in irgendeiner Weise vom Ausgangsverhalten abweicht, näher untersucht werden sollte.

Das Dach

Die Finger zu spreizen und die Hände zu einem Dach zu formen, gilt als eines der stärksten Zeichen von Souveränität und Selbstvertrauen. Dies deutet an, dass man von seinen Gedanken oder Position völlig überzeugt ist. Entscheidend ist, dass die Geste auch sichtbar für andere vorgeführt wird, da ansonsten der Effekt dieser starken Geste verloren geht.
Oft wechseln Menschen während eines Gesprächs zu einer Position mit verschränkten Fingern, was Unsicherheit und Besorgnis signalisiert.

Daumenspiele

Den Daumen nach oben zu zeigen, ist fast immer ein nonverbales Signal für Zustimmung, Zuversicht und Selbstvertrauen. Ein weiteres Zeichen für Selbstvertrauen ist beispielsweise, wenn die Hände in der Jackentasche verschwinden, die Daumen allerdings aus den Taschen hervorzeigen. Die Daumen zu verstecken zeigt von Unsicherheit oder innerlicher Unruhe.

Daumen hoch

Haben Menschen eine hohe Meinung von sich und/oder den gegenwärtigen Umständen, ist dies ein Zeichen für Souveränität, da es sich auch hier um eine Geste entgegen der Schwerkraft handelt. Sind die Daumen in der Tasche und die Finger hängen seitlich heraus, ist dies ein Zeichen für Unsicherheit.
Verschränken Menschen ihre Hände ist dies ein Zeichen der Unsicherheit, zeigen die Daumen dabei allerdings nach oben, ist dies ein Indiz für Selbstvertrauen und positive Gedanken.

Menschen die ihre Daumen häufig heben, sind sich ihres Umfeldes bewusster, denken scharfsinniger und beobachten besser.

Eingerahmt (Mannes bestes Stück)

Männer haken die Daumen in den Hosenbund oder in die Gürtelschlaufen, ziehen die Hosen hoch oder lassen die Daumen dort, während die Finger die Genitalien quasi einrahmen. Dies ist ein gut sichtbares Dominanzverhalten

Erstarrte Hände

Lügner bewegen Arme und Beine in der Regel weniger als jemand der die Wahrheit sagt, da das limbische System angesichts der Bedrohung erstarrt um nicht aufzufallen. Dies ist immer besonders wichtig als Veränderung während eines Gesprächs zu sehen.

Händeringen

Die Finger zu verschränken oder mit den Händen zu ringen, deutet dies auf Stress oder Unsicherheit hin. Dies sieht oft ähnlich aus als würde der Betroffene beten und an manchen Stellen kann sich die Hautfarbe verändern, da die Durchblutung gestört werden kann.

Händereiben

Jemand der Zweifel hat oder unter Stress steht, wird die Hände leicht gegeneinander reiben. Nimmt der Stress zu, oder das Selbstvertrauen der Person sinkt, kann aus einer sanften Berührung ein intensives Reiben werden, wobei die Finger verschränkt sind. Das verschränken der Arme ist ein Indikator für großen Stress, wobei sich die Finger aufstellen und sich verschränken und die Hände auf und ab reiben.
Das Reiben der Hände ist auch oft ein Zeichen für Vorfreude, wobei die Aufregung auch im positiven Sinne bei dieser Geste hoch ist.

Das Berühren des Halses

Menschen die ihren Hals anfassen, egal wo, signalisieren Unsicherheit oder tun dies durch Stress. Den Nackenbereich, Hals oder Drosselgrube zu bedecken ist ein starker Indikator, dass das Gehirn etwas irritierendes, verunsicherndes oder aufwühlendes verarbeitet.