Körpersprache: Arme

von | Jun 3, 2020 | Persönlichkeit

Unsere Arme sind stromlinienförmig designed und arbeiten instinktiv um uns vor Gefahren zu schützen, beispielsweise gibt es Menschen die Schussverletzungen mit den Armen abgefangen haben obwohl so ein Geschoss mit 270 Metern pro Sekunde auf den Körper zukommt.

Indem man einem Mitmenschen am Oberarm zwischen Ellbogen und Schulter berührt, stellt man schnell einen sprichwörtlichen guten Draht her.

Armbewegungen entgegen der Schwerkraft

Das Spektrum reicht von zurückhaltend/eingeschränkt bis uneingeschränkt/weit-ausholdend. Desto glücklicher wir sind, desto freier bewegen sich unsere Arme.

Zurückziehen der Arme

Sind wir aufgebracht oder ängstlich, ziehen wir unsere Arme normalerweise zurück. Fühlen wir uns verletzt, besorgt, bedroht oder schlecht behandelt dann halten wir unsere Arme eng an den Seiten oder verschränken sie vor der Brust. Dies sind Gesten aus Urzeiten, da sie unser Überleben sichern, indem sie den Körper schützen und gleichzeitig unbedrohlich wirken.

Stocksteife Arme

Das Einstellen jeglicher Armbewegungen und eine starre Haltung sind eine Überlebensstrategie die für den Mensch Sinn macht, da jede Bewegung Aufmerksamkeit auf sich zieht und somit die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Täter eine Attacke physischer oder verbaler Natur startet. Das limbische Gehirn greift instinktiv ein und drosselt die Bewegung der Arme. Wir schützen unbewusst auch wichtige Dinge mit den Armen die unbemerkt bleiben sollen.

Abwehrende, isolierende Gesten

Wenn wir physischen Kontakt suchen und dieses Bedürfnis nicht befriedigt wird, fühlen wir uns zurückgewiesen und unwohl. Wir greifen bereitwillig nach Dingen, die wir mögen, aber halten unangenehme Dinge möglichst auf Distanz, wobei dasselbe Verhalten mit Nähe und Distanz auch für die Interaktion mit anderen Menschen zutrifft.

Arme hinter dem Rücken

Wenn Menschen die Arme hinter dem Rücken verschränken geben sie zu verstehen, dass sie einen höheren Status haben, uns niemand zu nahe kommen soll und/oder wir nicht berührt werden wollen bzw. dürfen. Im Kontext auf den sozialen Status, wird der Kopf mit hoch erhobenem Haupt getragen und die Mimik wirkt dominant und unnahbar.
Hände hinter dem Körper wird oft als Denkerpose verstanden, was allerdings nicht zutrifft, mit Ausnahme bei der Betrachtung eines Gemäldes in einem Museum.

Territorialverhalten

Territorium ist mit Macht gleichzusetzen. Sehr souveräne sozial angesehene Personen beanspruchen allein mit ihren Armen ein größeres Territorium als weniger selbstbewusste Menschen mit geringerem sozialem Status.

In die Hüften gestemmte Arme

Vermittelt den Eindruck von Autorität indem die Ellbogen jeweils ein V bilden und so mehr Raum beansprucht wird, wobei die Daumen nach hinten zeigen. Zeigen bei der gleichen Position die Daumen nach vorne, dann signalisiert dies weniger Autorität, sondern mehr Neugierde aber auch sich gleichzeitig Sorgen zu machen.

Der Kobra-Effekt

Bezeichnet die Geste, wenn sich jemand zurücklehnt und dabei seine Hände hinter dem Kopf verschränkt. Diese Pose lässt uns größer erscheinen und signalisiert anderen “hier bin ich der Chef”.

Dominante Pose

Wenn man sich ausladend abstützt, ist dies ein deutliches Revierverhalten, wobei dabei oft die Finger gespreizt sind, was Souveränität und Dominanz zum Ausdruck bringt.
Ein Arm, den man auf einer Rückenlehne eines nebenstehenden Stuhls ablegt, vermittelt dass man sich souverän und entspannt fühlt.

Schmuck, Tättowierungen und andere Merkmale

Durch das tragen von teurem Schmuck tragen Menschen ihren gesellschaftlichen Status zur Schau. Bauarbeiter, Sportler und Soldaten haben oft Narben, die sie sich im Rahmen ihres Berufes zugezogen haben. Tätowierungen werden generell als Ausdruck eines niedrigeren sozialen Status und/oder Hinweis auf alte Jugendsünden wahrgenommen, weshalb es ratsam ist in entsprechenden Situationen die Tattoos durch Kleidung usw. entsprechend zu bedecken.

Armgesten der Zuneigung

Die bekannteste Zuneigung ist natürlich die Umarmumg, wenn sie allerdings einer Person zum Ersten mal begegnen und ihr Wohlwollen zeigen, halten sie ihre Arme entspannt und drehen dabei die Hände leicht nach außen, dies macht die Handinnenflächen sichtbar und vermittelt dem limbischen System des Gegenübers, dass man nichts Böses im Schilde führt.